Japan Automotive in problems?

Die Automobilindustrie ist in Japan überaus stark vertreten und ausserdem gilt in diesem Land seit Jahren: «Japan first». Die eigenen Produkte haben einen hohen Stellenwert, d.h. ausländische Produkte (nicht nur im Automobilsektor) müssen einen erheblichen Mehrwert bieten, ansonsten entscheiden sich die Japaner für ein inländisches Produkt. So wird Toyota in den nächsten Jahren rund 4 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von selbstfahrenden Autos und künstlicher Intelligenz investieren (neben den 8,8 Milliarden Euros für Forschung und Entwicklung – vgl. Japan News, 07.03.2018 und Japan Markt Ausgabe 1/2017). Eine weitere Herausforderung für Japans Autoindustrie besteht darin, das Korsett der alten Keiretsu-Netzwerke aufzuschnüren und die Lieferketten weiter zu globalisieren. Lange Zeit leistete sich jeder japanische Automobilbauer ein eigenes Netzwerk und benutzte die Zulieferer in erster Linie als Auftragsfertiger.

Auch ohne Steuermann versichert!
Das Versicherungsunternehmen «Tokio Marine & Nichido Fire Insurance» ist der erste japanische Branchenvertreter, der einen Versicherungsschutz auf Unfallschäden für selbstfahrende Automobile anbietet. Dieser ist in 4 Kategorien unterteilt, wobei Kategorie 4 (komplett autonomes Fahren) noch nicht vollständig versichert ist (vgl. Japan Markt 01/2017). Dies zeigt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis diese Entwicklungen und Möglichkeiten auch bald in Europa Fuss fassen werden.

 

jährliches Produktionsvolumen japanischer Autobauer (Quelle: CBI Partners/Japan Markt 01/2017)

 

Globale Fahrzeugproduktion weltweit 2015 (Quelle: CBI Partners/Japan Markt 01/2017)