Customer first, quality first – auch im Spital?

Kennt jemand das Swiss Cheese Modell? Bis heute hatte ich davon auch nichts gehört. Beim Besuch im Fujita Health University Hospital war ich wirklich überrascht.

Das Uni-Spital zählt mit 1400 Betten zu den grössten in Japan und ist seit 2014, mit der Unterstützung von ehemaligen Toyota-Senseis, intensiv im Bereich TQM und «Problem solving» unterwegs. Frau Dr. Yasuda (Chirurgin) hat gemeinsam mit den Toyota-Experten ein Sechs-Monatsprogramm (mit ca. 160-200 Stunden) entwickelt. Das sogenannte Asuishi-Programm unterstützt die Patientensicherheit und bedeutet «Mediziner von morgen» (Leaders to improve tomorrow’s healthcare). Wirklich eindrücklich ist, dass ein Grossteil der Befähigung bei Toyota stattfindet. Dort wird gemeinsam gelernt, mit Fokus auf «Problem Solving» (aber mit Struktur). Über 90 Ärzte haben das Programm bereits beendet.

Der unterstützende Ex-Toyotaner Herr Furuya ist ein Top-Experte im Bereich TQM und begleitet das Krankenhaus in dieser intensiven Lernphase. Der Toyota Grundsatz «respect for people» wurde vor einiger Zeit zu «respect for planet» erweitert.

Heute bin ich zwei neuen japanis28chen Begriffen begegnet:
– Nichijo Kanri (maintenance and enhancement of the situation with daily management) in Bezug auf Hoshin Kanri
– Ji-Kotei-Kanketsu: Quality must be built during each process (Qualität muss innerhalb des Prozesses entstehen)

Fazit des Tages: TQM und Kaizen werden teilweise auch in Japan unter den Experten und Betrieben unterschiedlich verstanden.

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